Pfingsten in Prag
Prag ist nämlich auch anstrengend; vor allem dann, wenn man sich vornimmt, in nur zwei Tagen alles sehen zu wollen.
Alles nichts, was nicht mit gründlicher Vorbereitung zu schaffen ist. Mal schriftlich im Kopf überschlagen, hat die Vorbereitung sicher länger gedauert als der komplette Urlaub. War ja auch nur ein Kurzurlaub. Warum ich mir das mit der Vorbereitung aber eigentlich auch hätte sparen können, kommt später.
Die Einreise verläuft - Europa sei Dank - ohne große Kontrollen, nur um etwas Kleingeld und eine Vignette muss man sich kümmern; zum Beispiel an einer der Wechselstuben am Grenzübergang.
Knapp zwei Stunden später tauchen die ersten Prager Wohnbunker am Horizont auf. Dass sich dahinter eine ausgesprochen hübsche Stadt verbirgt, ist bei dem Anblick kaum zu glauben. Mit einer vernünftigen Karte ist auch der Weg zum Hotel ruck zuck gefunden. Schnell eingecheckt, und schon kann es losgehen mit dem Sightseeing. Da spar ich mir jetzt mal den Text, das kommt auf den Fotos besser rüber.
Eins noch. Die Sache mit der Vorbereitung. Dass man beim Geld Wechseln aufpassen soll, steht in so ziemlich allen Reiseführern geschrieben. Worauf man genau achten soll allerdings nicht. Ich weiß es jetzt, und es wird Zeit, dass damit mal jemand an die Öffentlichkeit geht. Wahrscheinlich wird mir jetzt die halbe Prager Geldwechselmafia nachstellen.
Die Wechselstuben hängen nicht gerade unauffällig den aktuellen Wechselkurs aus. Genau einen, z. B. &glqq;28,10&grqq;. Prima, denn mich als kindlich naiven Touri interessiert beim Geldwechsel am Urlaubsort genau eins: Wieviel Geld bekomm ich für meinen Euro? Naiv deswegen, weil ich einfach davon ausgegangen bin, dass die Prager ihren Touristen ein Stück weit entgegen kommen, indem sie genau diese Information gut lesbar an ihren Wechselstuben anbringen. Ganz falsch. Was dort aushängt, ist genau das Gegenteil von dem was mich interessiert, nämlich der Wechselkurs für den Einkauf. Das ist die Situation, in der die Prager mir am Ende des Urlaubs meine liebgewonnenen Kronen wieder abkaufen wollen. Wissen die denn nicht, dass man übrig gebliebenes Geld in Proviant für die Rückreise investiert? Ich kann mich nicht daran erinnern, jemals Geld wieder zurückgetauscht zu haben. Die Prager glauben das aber scheinbar. Oder sie wollen einfach nur Touristen veräppeln, wer weiß. Jedenfalls darf man sich nicht von den tollen großen Zahlen vor den Wechselstuben beeindrucken lassen.
Der gesuchte Wechselkurs, der für den Verkauf, steht ganz klein auf einer Tabelle in der Wechselstube und hat mit dem Einkaufskurs nur noch das Komma gemeinsam.

Kreditkarten, mit denen
Kreditkarten, mit denen kostenlos Geld im Ausland abheben kann, sind definitiv die beste Erfindung der Welt (nach geschnittenem Brot - versteht sich :) )
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